Nebst unseren Postkartengrüssen laden wir euch ein - an unserem Reisealltag auch bildlich teil zu haben!
Natur und Kultur
Juli 2010 / Obwohl sie sich Nationalparks nennen, sind die Parks in Australien eigentliche Stateparks - jeder Staat verwaltet seine Schutzgebiete mit eigener Organisation und so verwundert nicht, dass die Unterschiede für den Besucher spürbar sind und nicht nur zum Vorteil gereichen. So wäre es für all die vielen Besucher aus Übersee sicher zum Vorteil, wenn ein für ganz Australien gültiger Jahres-Parkpass zu einem fairen Preis erhältlich wäre! Die möglichen Aktivitäten, das Campieren, der Unterhalt, die Information und die Preisgestaltung sind so verschieden, dass Touristen mit einschlägiger USA-Nationalpark-Erfahrung oft etwas enttäuscht sind. Auch uns ist es so ergangen!
Trotzdem - wir haben in den sauren Apfel gebissen, sprich in jedem Staat für teures Geld einen Parkpass gekauft um das Naturerlebnis Australien so richtig geniessen können. Obwohl sich die Parks landschaftlich oder vom Thema her oft nicht allzu stark unterscheiden, wir haben uns stets sehr wohl gefühlt und haben - nebst den bekannten "must see" - auch ein paar wirkliche Rosinen entdeckt.
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Himmlisch!
Juli 2010 / Campieren im Outback oder entlang der endlosen Küstenabschnitte beinhaltet nebst Natur pur - auch einzigartige Stimmungsbilder. So gehörte es für uns schon beinahe zum täglichen Ritual, nach Sonnenuntergang auf die traumhafte Verfärbung des Himmels zu warten und dem Schauspiel zu folgen. In Westaustralien kamen wir zudem in den unverhofften Genuss einer parziellen Mondfinsternis.
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Recycling?
Juli 2010 / Nie ganz schlau wurden wir aus mit Kleidungsstücken behangenen Bäumen, Zäunen oder Wegweisern! Da sich solche "Skulpturen" oft am Ende einer langen und einsamen Outbackstrecke fanden, gehen wir davon aus - dass es sich wohl um eine Art von Dank/Opfergaben handelt. Beim zu Briefkästen umfunktionierten Altmetall sahen wir erste zaghafte Ansätze von sinnvoller Wiederverwertung.
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Fahren mit Tücken
Juni 2010 / Fahren in Australien hat seine Eigenheiten. Obwohl die von uns befahrenen Schotter-Strecken/Tracks zum Teil schon recht gut unterhalten wurden und fahrtechnisch keine allzu grossen Anforderungen stellten, ist - bedingt durch die oft hohen Tempi (bis 80 km/h) mit denen man unterwegs ist - beim Fahren grosse Konzentration gefordert!
Eigene Erfahrungen beschleunigen den Lernprozess unheimlich - die für einen Aussie gängigen Insider-Begriffe wie Corregation (Wellblech-Piste), Bull-Dust (plötzlich auftretende Löcher/Felder mit Feinstaub), Soft-Sand (weicher/tiefer Sand), Mud (Schlamm), Dust (Staubentwicklung bei Gegenverkehr) und Water-Crossings (Wasserdurchfahrten) - zu begreifen und sich in der Praxis richtig zu verhalten.
Auch wir kamen nicht drum herum unser Yak aus dem Sand und Schlamm zu buddeln, mühsam über Wellblech zu holpern und den Reifendruck konsequent dem jeweiligen Untergrund anzupassen. Zu diesem Zweck haben auch wir uns einen kleinen Kompressor angeschafft - wir waren damit gut beraten.
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Schilderwald
Juni 2010 / Schilder jeglicher Art sind in Australien weit verbreitet - der Sicherheitsgedanke steht wohl überall im Vordergrund! Auf dem Büchermarkt gibt es bereits Bildbände, mit all seinen witzigen Auswüchsen, zum Thema "Schilderwald".
Auf unserer Fahrt durch Australien sind auch uns ein paar "Exoten" - oder zumindest uns Europäer eher unbekannte Signaltafeln aufgefallen.
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Schwere Brummer
Juni 2010 / Rückt man einen Road-Train mit der Kamera ins rechte Licht - so zeigt sich der Driver oft stolz und gibt bereitwillig Auskunft. So haben wir von Greg erfahren, dass - sein Viehtransporter die Maximallänge von 53,50 Metern misst, das Gefährt auf 16 Achsen rollt, die Anhänger 180 Stück Vieh fassen, bei Volladung rund 140 Tonnen zu bewegen sind und der Motor rund 800 PS Leistung erbringt. Auf seiner langen Fahrt von Nord nach Süd werden die Tiere einmal für ein paar Stunden zum Tränken ausgeladen.
In Regionen wo Bergbau betrieben wird, begegnen einem Road-Trains mit vier Kipp-Anhängern und oft auch überbreite Schwertransporte in Dimensionen der anderen Art!
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Geheimnis Opal-Benzin
Mai 2010 / Mit zuvor beantragter Durchfahrtserlaubnis wurden wir auf Aboriginal-Land mit der tristen Situation in diesen Gebieten konfrontiert. Dort wo an Tankstellen die Zapfsäulen in Gitterkäfigen stehen und an Stelle von Bleifrei- und Normal-Benzin nur Opal-Benzin (ein spez. entwickelter Treibstoff der rund 20% weniger Aromastoffe enthält und sich so nicht mehr zum Inhalieren/Benzin-Sniffing eignet) ausgegeben wird - muss viel im argen liegen!
Reisende werden mit Hinweis-Tafeln auf die Problematik hingewiesen, von den Dörfern ferngehalten und dürfen nur bei bestimmten Road-Häuser campieren/ übernachten. Obwohl wir uns nie unsicher fühlten, hatten wir an einem Morgen den begründeten Verdacht, dass unser Diesel schluckender Land Rover trotzdem von Unbekannt auf die "Marke Bleifrei" gefilzt wurde.
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Der Klassiker
Mai 2010 / Ein kurzes aber intensives Schauspiel in 5 Akten - zur Winterzeit täglich ca. von 17.45 Uhr bis 18.04 Uhr.
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... und die versteckten Schönheiten!
Der Nationalpark "Ulura-Kata Tjuta" bietet ganz tolle Möglichkeiten, zu Fuss die versteckten Details am Uluru (Ayers Rock) und den nahen und nicht minder schönen Kata Tjutas (Olgas) zu suchen, finden, bestaunen und in Ruhe - gilt evtl. nur für die Vorsaison - zu geniessen.
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Unter Cowboys und -girls
Mai 2010 / In Birdsville waren wir genau richtig - das "Bronco Brandig Festival" war angesagt und im Rahmenprogramm durfte natürlich ein Rodeo - das Reiten auf "wilden" Pferden und Bullen - nicht fehlen!
Beim Wettkampf galt es nach alter Tradition - mit Pferd, Lasso und viel Muskelkraft - drei Jungtiere aus einer Herde zu fangen, sie so auf den Rücken zu legen, dass das Brandzeichen angebracht werden konnte. Heute haben die Tiere auch hier einen Nummern-Chip im Ohr, das Brennen der Kennung wurde mit weisser Farbe simuliert!
Wir verbrachten einen ganzen Tag um das staubige Gehege und harrten am Abend aus - bis der letzte Bulle seinen Reiter abgeworfen hatte! Unter all den Cowboys und -girls, mit ihren breitrandigen Hüten, bunten Hemden und Jeans - waren wir in unserer Touristenkluft doch eher Exoten.
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Leben im Untergrund
März 2010 / Coober Pedy ist ja nicht bloss wegen seinen Opal-Minen in aller Munde - auch die klimatischen Bedingungen sind weit herum bekannt. Während den Sommermonaten kann das Thermometer leicht die 50° Marke erreichen - Lebensbedingungen die selbst Einheimische umhauen oder besser - unter den Boden"flüchten" lassen!
Die typischen "Dugout"-Häuser, Häuser- und Wohnungen unter dem Erdreich, haben in Coober Pedy noch heute Tradition. Ob Neugrabung oder ob ein alter Opal-Stollen dazu umfunktionert wird - der Wohnkomfort ist grossartig. Wir hatten die Gelegenheit eine Wohnung und sogar eine Kirche besichtigen zu dürfen - das ganze Jahr über kühle 25°, absolute Ruhe und jeglichen Komfort!
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Opal-Fieber
März 2010 / In Coober Pedy dreht bzw. gräbt sich ALLES um den Opal! Die eher negative Reputation dieser Minenstadt hält sich bis heute hartnäckig - Sommertemperaturen von über 50°, kein Baum, Fliegenplage/-schwärme, Sandstürme, überall Schutt- und Schrotthaufen, usw. - unser Reisebuch hat sich sogar zu der Formulierung verstiegen (Sorry, Zitat aus dem Lonely Planet) "you might think you've arrived in a postapocalyptic shithole".
Ganz so schlimm war es nicht - im Gegenteil, wir fanden es ganz interessant und die Stimmung zum Sonnenuntergang, draussen in der "umgepflügten" Landschaft, war sehr speziell. Zugegeben, unsere Reisezeit war perfekt - die Fliegen waren schon weg, die Nächte kühl und die Tage noch sommerlich heiss.
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Die Wüste ... blüht!
März 2010 / Was im Outback von Südaustralien seit 9 oder gar 11 Jahren (je nach dem wen man fragte) nicht mehr der Fall war - es hat geregnet! Auf der Anfahrt zu unseren ersten Abstecher ins Outback hörten wir von starken Niederschlägen und Überschwemmungen. Bereits in den vorgelagerten Flinders-Ranges waren die Schäden sichtbar und viele Pisten unpassierbar. Die Fahrt über den Oodnadatta-Track war für uns nur auf einer abgespeckten Streckenvariante möglich. Dafür wurden wir im Outback mit dem Naturschauspiel - unter dem Titel "Die Wüste blüht" - belohnt!
Die von uns geplanten Birdsville- oder Strzelecki-Tracks, in nordöstlicher Richtung bis hoch nach Queensland, werden wohl noch für Wochen geschlossen bleiben. Umplanen war also angesagt!
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Strände ... ohne Ende
Januar - Februar 2010 / Der Südwesten - von Perth entlang der Küste und weiter durch die Nullarbor-Wüste/Steppe - bietet überraschend viel Abwechslung. Karri-Wälder (riesige Eucalyptus), Rebberge, Hügelzüge und vorallem - Strände, Klippen, Dünen ... wirklich ohne Ende!
Der stets frische Südwind, die starke Brandung, Unterwasserströmungen und viel "Getier" vermiesen einem jedoch allzu oft den Badeplausch im glasklaren/türkisfarbenem Wasser.
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